Warum es um viel mehr geht als einen dreckigen PferdePo
Es ist Oktober, die Pferde stehen wieder mehr im Stall, und an der Putzstelle beginnt das alte Ritual. Schweif auswaschen, die braunen Streifen an den Hinterbeinen abschrubben, Zinksalbe auf die gerötete Haut. Zwei Tage später sieht alles wieder genauso aus.
Viele Besitzerinnen kennen das seit Jahren. Und viele haben sich damit arrangiert, weil ihnen irgendwann jemand gesagt hat: „Das haben manche Pferde halt.“
Ich sehe das anders. Kotwasser ist für mich kein Schönheitsfehler. Es ist ein Signal.
Was Kotwasser überhaupt ist
Beim Kotwasser setzt dein Pferd ganz normal geformte Äpfel ab. Vorher, währenddessen oder danach läuft aber zusätzlich Flüssigkeit ab. Das unterscheidet es vom Durchfall, bei dem der ganze Kot breiig oder wässrig ist.
Genau deshalb wird es so oft unterschätzt. Das Pferd frisst, ist munter und sieht auf den ersten Blick gesund aus. Nur der Po ist eben dreckig.
Warum es nicht nur um Hygiene geht
Mit der Flüssigkeit verliert dein Pferd Wasser und Mineralstoffe, also Stoffe, die der Körper eigentlich im Darm zurückholen würde. Das passiert nicht einmal, sondern oft täglich über Monate.
Dazu kommt die Haut. Wenn sie ständig feucht und verschmutzt ist, weicht sie auf und entzündet sich leicht. Bakterien haben es dann leicht, und im Sommer kommen noch die Fliegen dazu.
Der wichtigste Punkt ist aber ein anderer. Wenn der Darm das Wasser nicht mehr richtig zurückhält, stimmt in der Verdauung etwas nicht. Kotwasser ist dann nicht das Problem, sondern das, was du davon siehst.
Wo die Ursache sitzen kann
Eine einzige Ursache, die für alle Pferde gilt, hat die Forschung bisher nicht gefunden. In meiner Praxis gehe ich deshalb den Verdauungsweg einmal von vorn nach hinten durch.
- Zähne: Wenn dein Pferd das Heu nicht gut zerkleinert, kommen lange Fasern im Darm an. Die Verdauung muss dann mit Futter arbeiten, das schlecht vorbereitet ist.
- Magen: In meiner Praxis sehe ich häufig, dass Pferde mit Kotwasser auch Magenprobleme haben. Ein möglicher Zusammenhang ist, dass eine gereizte Magenschleimhaut die ganze Verdauungskette aus dem Takt bringt.
- Dünndarm: Hier wird ein großer Teil der Nährstoffe aufgenommen. Ist er gereizt oder entzündet, kommt mehr unverdautes Futter im Dickdarm an.
- Dickdarm und Mikrobiom: Im Dickdarm zersetzen Mikroorganismen die Rohfaser. Gerät diese Darmbakterienbesiedlung aus dem Gleichgewicht, leidet auch die Wasserrückgewinnung.
- Parasiten: Ein Befall kann die Darmschleimhaut schädigen. Das fällt oft erst auf, wenn man gezielt danach sucht.
Und warum der Darm aus dem Gleichgewicht kommt
Die nächste Frage ist für mich immer: Warum ist das bei diesem Pferd passiert? Hier spielen oft mehrere Dinge zusammen.
Stress ist ein großer Faktor. Ein Stallwechsel, eine neue Herde, weniger Koppelgang im Winter oder eine Rangordnung, in der dein Pferd unten steht. Das Nervensystem und die Verdauung hängen eng zusammen, und das spürt man bei vielen Pferden zuerst am Darm.
Eine geschwächte Abwehr macht den Darm anfälliger. Gerade im Fellwechsel braucht der Körper viel Energie, und manche Pferde haben dann wenig Reserven.
Mangelhaftes Parasitenmanagement ist häufiger, als viele denken. Ich meine damit nicht nur die Wurmkur, sondern auch regelmäßige Kotproben und die Weidehygiene.
Erreger wie bestimmte Bakterien können Darmentzündungen auslösen. Manche Pferde tragen solche Belastungen länger mit sich, ohne richtig krank zu wirken.
Und dann ist da der Herbst selbst. Die Umstellung von Gras auf Heu verändert das Futter, mit dem die Darmflora arbeitet. Wenn sie ohnehin angeschlagen ist, zeigt sich das jetzt besonders deutlich.
Wie ich vorgehe
Meine Arbeit ist hier Detektivarbeit. Ich frage nicht zuerst, was gegen das Kotwasser hilft. Ich frage, warum es entsteht.
- Ich starte mit einer ausführlichen Anamnese: Seit wann, wie oft, was hat sich davor verändert? Was frisst dein Pferd, wie lebt es, wie ist es mit Wurmkuren und Kotproben gelaufen?
- Ich beziehe ein, was schon da ist: Zahnbefund, Kotprobe, Blutbild, Befunde deiner Tierärztin oder deines Tierarztes.
- Mit der Bioresonanzanalyse schaue ich, wo ich mögliche Belastungen und Zusammenhänge finde, etwa beim Magen, beim Darm, bei Erregern oder bei der Fütterung.
- Daraus entsteht ein individueller Plan für genau dein Pferd. Was davon wir umsetzen, besprechen wir gemeinsam.
[Platzhalter Praxisfall: zwei bis drei Sätze zu einem Pferd mit Kotwasser, z. B. dem Pferd mit Rückenproblemen und Kotwasser. Was hast du gefunden, was hat sich verändert, über welchen Zeitraum?]
Wann du nicht abwarten solltest
Kotwasser ist meistens ein Thema, das man in Ruhe angehen kann. Ruf aber sofort deine Tierärztin oder deinen Tierarzt, wenn dein Pferd plötzlich wässrigen Durchfall bekommt, Fieber hat, schlecht frisst, matt wirkt oder Kolikanzeichen zeigt.
Wann du nicht abwarten solltest
Wenn dein Pferd Kotwasser hat und du der Ursache auf den Grund gehen willst, fang mit dem Anamnesebogen auf meiner Website an und vereinbare einen Termin mit mir: thp-hoehn.de
Du wohnst nicht in meinem Tourengebiet? Dann begleite ich dich online über die Pferdesprechstunde Bioresonanz.
Bei den hier vorgestellten Methoden handelt es sich um Verfahren bzw. Therapien der alternativen Medizin, die schulmedizinisch weder nachgewiesen noch anerkannt sind.
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